Befreiung Rezeptgebühr

Ab 1. Jänner 2019 beträgt die Rezeptgebühr 6,10 Euro.

Eine Befreiung gibt es bisher nur für  Personen mit geringem Einkommen (unter dem Ausgleichszulagen-Richtsatz), die entweder eine Ausgleichszulage beziehen oder aufgrund eines Antrags wegen eines Einkommens unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz befreit werden. Der Ausgleichszulagenrichtsatz liegt für 2019 bei 933,06 Euro.

Bestimmte Personengruppen (z.B. solche mit anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheiten oder Zivildiener) sind generell von der Rezeptgebühr und vom Serviceentgelt für die e-card befreit.

Es gibt aber eine Deckelung bei den Rezeptgebühren:

Wenn von Personen, die nicht von der Rezeptgebühr befreit sind,im laufenden Kalenderjahr zwei Prozent des Jahresnettoeinkommens bereits für Rezeptgebühren bezahlt wurden, tritt grundsätzlich eine automatische Befreiung von der Rezeptgebühr für den Rest des Jahres ein. Eine Antragstellung ist dafür nicht notwendig. ABER: Es gibt eine sogenannte Mindestobergrenze, die besagt, dass bevor die 2-Prozent-Grenze zur Anwendung kommt, zumindest 37 Mal Rezeptgebühr zu 6,10 Euro (Wert 2019) entrichtet werden müssen.

Rezeptgebühren für mitversicherte Angehörige werden für die Erreichung der 2-Prozent-Deckelung mit eingerechnet, wobei aber etwaige Einkünfte der mitversicherten Personen bei der Berechnung des Jahresnettoeinkommens nicht berücksichtigt werden.

Für alle Versicherten wird vom Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ein Rezeptgebührenkonto angelegt, wo die im laufenden Jahr bezahlten Rezeptgebühren verbucht werden. Erreicht die Summe an bezahlten Gebühren die Zwei-Prozent-Grenze des Jahresnettoeinkommens, wird beim nächsten Arztbesuch beim Auslesen der e-card angezeigt, dass eine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt und bei der Ausstellung eines neuen Rezepts auf diesem vermerkt.

Nähere Informationen, unter anderem zur Berechnung des Jahresnettoeinkommens:

http://www.hauptverband.at/cdscontent/?contentid=10007.758413

Hinweis:

Ärztinnen/Ärzte, Ordinationshilfen sowie Angestellte in der Apotheke sehen nur, dass eine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt. Der Grund für die Befreiung, die Höhe Ihres Einkommens sowie die von Ihnen bezogenen Medikamente oder Gesundheitsdaten sind nicht ersichtlich.

Nähere Informationen

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Mag. Michaela Harrer-Schütt
Tel.: +43 7672/ 27 550 10112
Mail:harrer-schuett.michaela@ooe.lebenshilfe.org