Beispiel: Brigitta Veits & Lucia Roßboth

Üben, üben, üben...

Die Pensionistinnen Brigitte Veits und Lucia Roßboth nehmen sich einmal wöchentlich Zeit, um in der Werkstätte Ried zu unterrichten. Den beiden ehemaligen Lehrerinnen geht es dabei vor allem darum, Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit zu erhalten. Regelmäßiges Üben ist dabei besonders wichtig. Im Gegenzug erfahren die beiden Damen Dankbarkeit und Entschleunigung.

Bilder entstehen lassen

Wenn Brigitte Veits und Lucia Roßboth die Werkstätte der Lebenshilfe betreten, warten einige Klienten bereits auf sie, denn ihre auf die Jahreszeiten abgestimmten Arbeitsblätter sind meist lustig und werden mit Begeisterung ausgefüllt. „Wir haben dabei viel Spaß und meist warten alle schon auf das letzte Arbeitsblatt, das beim Verbinden von Zahlen Bilder entstehen lässt“, erzählt Brigitta Veits.

Die Langsamkeit wiederentdeckt

Die gemeinsame Zeit mit Menschen mit Beeinträchtigung erleben die beiden ehemaligen Lehrerinnen als Bereicherung und schätzen die Liebenswürdigkeit und Höflichkeit ihrer Schüler. Lucia Roßboth ist immer wieder verblüfft über das Inselgedächtnis eines Teilnehmers, der jedes Datum umgehend einem Wochentag zuordnen kann und freut sich über die „wunderbare Wiederentdeckung der Langsamkeit“, die sie in der Lerngruppe erfahren durfte.

Gedankt wird’s mit Dankbarkeit

Neben dem guten Gefühl, einen Beitrag für andere Menschen zu leisten, nehmen die Pensionistinnen eine große Portion Anerkennung und Dankbarkeit mit nach Hause. „Unsere Schüler freuen sich, wenn wir kommen und fragen, ob wir in der nächsten Woche auch sicher wieder da sind. Da fühlt man sich sehr geschätzt“, erklären die freiwillig aktiven Frauen. „Was man selber gut kann und gerne macht, das kann man in dafür geeigneter Weise und mit Freude auch anderen vermitteln“, meint Brigitta Veits.