Beispiel: Josef Kili

Musizieren mit Freunden

Seit dem Jahr 2003 leitet Josef Kili die Trommelgruppe der Werkstätte Braunau. Den Auftakt zu seiner freiwilligen Tätigkeit gab die Frage des Einrichtungsleiters Heinrich Huemer, ob er nicht eine Trommelgruppe ins Leben rufen wolle. Seitdem ist zu Schulzeiten der Mittwoch ein fixer Tag zum gemeinsamen Musizieren.

Im Takt der Lebenslust

Das Trommeln mit Dschemben, verbunden mit Aufwärmen und Koordinationsübungen steht bei der gemeinsamen Musikstunde im Vordergrund. In der 14jährigen Geschichte des Trommelorchesters werden immer neue Rhythmen und Wege zur Musik beschritten und dabei Freundschaften geknüpft. „Es macht jedes Mal Freude, mit meinen neu gewonnenen Freunden zu musizieren“, so Josef Kili. Auch wenn viele Übungen immer wieder wiederholt werden, ist es für ihn jedes Mal auf Neue ein Erlebnis. „Ich staune immer wieder darüber, welch Rhythmusgefühl und Musikalität zum Teil schwer beeinträchtigte Menschen besitzen“, erzählt er.

Ein Orchester der Zusammenarbeit

Der Direktor der Landesmusikschule Altheim ist auch immer zur Stelle, wenn die Lebenshilfe-Einrichtungen in Braunau Feste feiern. Ob mit einem Auftritt der Trommelgruppe oder einem Ensemble von Musikerkollegen: Josef Kili ist immer zur Stelle und trommelt auch gerne Musikschulkollegen für einen Auftritt zusammen. „Wenn ich meine Musikerkollegen frage, sagen sie nie nein“, freut sich Josef Kili über die Bereitschaft seiner Kollegen, ohne Gage für eine gute Sache aufzuspielen.

Loblied auf die Menschlichkeit

Freiwilligem gegenüber Engagement ist der 60jährige besonders positiv gestimmt: „Wir haben so viel Zeit im Leben, die wir für Menschen nützen sollten, die Hilfe nötig haben“, so Josef Kili. Er bewundert und genießt auch die Liebenswürdigkeit und Lebenslust, von der Veranstaltungen der Lebenshilfe geprägt sind und lobt die Arbeit der Lebenshilfe-Mitarbeiter: „Mich faszinieren die Angestellten der Lebenshilfe, die unglaublich tolle Arbeit leisten, und das Tag für Tag. Hier trifft man auf unglaublichen Optimismus gepaart mit feinsinniger Menschlichkeit“, so der freiwillig Aktive.