Beispiel: Werkstätte Regau

Zivildienst bei der Lebenshilfe Oberösterreich - in der Werkstätte Regau

Nach Feststellung der Tauglichkeit stehen junge Österreicher vor einer Entscheidung. Wer in Gewissensnot gerät, da er Waffengewalt gegen Menschen ablehnt, hat das Recht, statt des Wehrdienstes Zivildienst zu leisten.

Derzeit arbeiten drei Zivildiener in der Werkstätte Regau. Es sind fleißige und engagierte Burschen die Fahrtendienste, allgemeine Arbeiten und gute Assistenzarbeit in der Einrichtung leisten. Morgens sind sie die ersten vor Ort und nehmen die KlientInnen beim Bus in Empfang. Sie helfen beim Ein- und Aussteigen, beim Angurten und beim Wäsche Ein- und Ausladen.

Abends hat immer abwechselnd jemand, gemeinsam mit einer Betreuungsperson, Dienst.  Sie haben eine 38-Stunden-Woche und arbeiten 9 Monate lang.

 

Interview des Mitarbeiters Klemens Doppler mit zwei Zivildienern der Werkstätte:

Klemens Doppler: Was hat euch bewegt, Zivildienst zu leisten?

Oliver Hornung: Ich wollte was Sinnvolles machen.

Felix Holzmann: Ich war eigentlich überzeugt zum Heer zu gehen. Bei der Stellung stellte ich fest, dass das Heer total totgespart ist, und die Propaganda konnte ich dann nicht leiden. Negative Erfahrungen meiner Freunde brachten mich dann dazu, Zivildienst zu leisten.

Klemens Doppler: Gefällt es euch bei der Lebenshilfe?

Oliver Hornung: Ja, sicher.

Felix Holzmann: Ja, es gefällt mir voll.

Klemens Doppler: Seid ihr mit dem Lohn zufrieden?

Oliver Hornung: Wenn man vorher schon berufstätig war, ist es im Vergleich wenig. (ca. 500 Euro)

Felix Holzmann: Nein, gar nicht. Wie Oliver schon gesagt hat, ist es eine große Umstellung.

Klemens Doppler: Gibt es etwas, das euch weniger gefällt?

Oliver Hornung: Die morgendlichen Fahrtendienste.

Felix Holzmann: Spontan fällt mir nichts Negatives ein.

Klemens Doppler: Was gefällt euch sehr gut?

Oliver Hornung: Die Arbeit mit den Menschen ist sehr schön. Ich freue mich immer sehr, wenn ich morgens von Heinz (Klient der nicht spricht) begrüßt werde.

Felix Hozmann: Die nicht materielle Arbeit hat einen Mehrwert. Etwas zu tun mit Menschen, die es nicht so leicht im Leben haben, ist eine schöne Erfahrung.

Klemens Doppler: Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Oliver Hornung: Weiter im Sozialbereich tätig sein. Studieren in diesem Bereich

Felix Holzmann: Weiß ich noch nicht so genau. Der Sozialbereich gefällt mir aber gut.