Arbeit in der Pfotenhilfe: Ein Job der ideal zu den Interessen von zwei Klienten der Lebenshilfe passt

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Sandra Lobner und Robert Kreuzer aus der Werkstätte Mattighofen arbeiten in der Pfotenhilfe Lochen. Im Interview erzählen Sie uns, warum sie ihre Arbeit lieben.

Die Pfotenhilfe in Lochen kümmert sich um Tiere, die kein Zuhause haben. Bei der Betreuung der beinahe 500 Tiere helfen Robert Kreuzer und Sandra Lobner tatkräftig mit. Im Rahmen der Integrativen Beschäftigung haben sie mit der Pfotenhilfe einen Job gefunden, der ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht und dem sie mit Leidenschaft nachgehen.

Seit zwei Jahren arbeitet die 30jährige Sandra Lobner in der Pfotenhilfe. Robert Kreuzer, 45 Jahre, kann sogar schon auf drei Jahre Erfahrung in der Tierhilfe zurückblicken. Dass sich die beiden dort wohlfühlen, ist auf den ersten Blick ersichtlich. Routiniert gehen sie ihren Arbeitsaufgaben nach und als sie uns stolz über den Hof führen, fehlt es nicht an Scherzen und Gelächter.

 

Lebenshilfe OÖ: An wie vielen Tagen arbeiten Sie in der Pfotenhilfe Lochen?

Sandra Lobner: Ich arbeite zwei Tage pro Woche hier. Derzeit passt das voll, vielleicht möchte ich später einmal mehr. Die anderen Tage arbeite ich in der Werkstätte in Mattighofen. Da tu‘ ich zB Häkeln, das gefällt mir auch ganz gut.

Robert Kreuzer: Ich arbeite drei Tage in der Woche für die Pfotenhilfe. Am Dienstag arbeite ich für die Firma Optimo. Am Freitag bin ich einen halben Tag in der Werkstätte Mattighofen.

 

Lebenshilfe OÖ: Gefällt es Ihnen in der Pfotenhilfe Lochen?

Sandra Loberner: Voll! 2007 war ich ein Jahr beim Spar, in der Firma von meinem Cousin war ich auch schon und in St. Gilgen bei „Rettet das Kind“. Aber dieser Job hier, da ist es am Schönsten, da geh‘ ich sowieso nimma weg.

Robert Kreuzer: Und wie! Ich bin sowieso jemand der gern draußen ist, Arbeiten im Sitzen ist nichts für mich. Ich möchte schaun dass ich noch einen vierten Tag in der Pfotenhilfe arbeiten kann.

 

Lebenshilfe OÖ: Welche Aufgaben haben Sie in der Tierhilfe Lochen?

Sandra Lobner: Zuerst tränke ich die Tiere, das ist meine Aufgabe. Dann helfe ich die Tiere zu füttern und den Mist wegzuräumen.

Robert Kreuzer: Was halt so anfällt. Heute sind wieder Futterspenden gekommen. Die gehören ausgepackt und vorbereitet. Ansonsten gehört sauber machen zu meinen Aufgaben, zum Beispiel bei den Ziegen und Pferden.

 

Lebenshilfe OÖ: Was gefällt Ihnen an Ihrem Job in der Tierhilfe Lochen?

Sandra Lobner: Eigentlich alles, die Tiere, draußen sein, meine Aufgaben. Ich mag die Ruhe hier und die Stille. Man hört nur die Tiere, das ist voll schön.

Robert Kreuzer: Jeder Tag ist schön. Ich bin gerne draußen, drinnen halte ich es nicht aus. Mir macht auch das Wetter nichts aus, nur wenns ganz stark regnet stellen wir uns unter.

 

Lebenshilfe OÖ: Was ist Ihr Lieblingstier?

Sandra Lobner: Hunde, Katzen und Pferde. Ich habe selber zwei Katzen in Schneegattern wo ich mit meiner Mutter und meinem Bruder lebe. Eine habe ich von meinem Nachbarn adoptiert, als dieser gestorben ist.

Robert Kreuzer: Bei 500 Tieren, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll! Die Schweine mag ich sehr gern. Ich hätte gerne selber Haustiere, aber das geht in der Mietwohnung leider nicht.

 

Lebenshilfe OÖ: Gab es einen besonderen Moment in der Tierhilfe Lochen?

Sandra Lobner: Wenn die Tiere zu einem kommen und nicht davonlaufen, das ist schön.

Robert Kreuzer: Der erste Tag war echt a Gaudi. Es hat in Strömen geregnet und die Betreuerin wollte gleich wieder heimfahren. Aber davon hab ich mich nicht abhalten lassen, ich hab gesagt „I bleib do“.

 

Lebenshilfe OÖ: Was sind Ihre Hobbies?

Sandra Lobner: Radfahren und Schwimmen. Ich bin auch als Kind schon geritten. Vor Tieren habe ich keine Angst, auch nicht vor den Pferden.

Robert Kreuzer: Draußen sein. Brot backen tu ich auch gern oder Marmelade einkochen. Ich wohne mobil betreut, am Samstag ist mein Putztag.

 

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