Bundeskanzler zu Gast in der Lebenshilfe-Werkstätte Eggerding

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Christine Hötzeneder überreicht ein gebasteltes Wohnhaus als Symbol für ihren Wunsch. Vlnr: Walter Kinzlbauer, Johann Hingsamer (halb verdeckt durch Kinzlbauer) Sebastian Kurz, Christine Hötzeneder, Manfred Schneebauer, Thomas Stelzer, August Wöginger
Klient Walter Kinzlbauer (helles Gilet) erzählt den Gästen des ÖVP Bezirksparteitages von der Arbeit in der Lebenshilfe-Werkstätte
Sebastian Kurz begrüßt die Klienten der Lebenshilfe-Werkstätte Eggerding und deren Angehörige

Bundeskanzler Sebastian Kurz, Landeshauptmann Thomas Stelzer sowie weitere Teilnehmer des ÖVP Bezirksparteitags statteten der Lebenshilfe-Werkstätte einen Besuch ab. Nach einer Hausführung nutzen die Klienten der Lebenshilfe die Gelegenheit, um ihre dringendsten Anliegen direkt an die Politik zu richten.

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre Lebenshilfe Oberösterreich“ durfte die Werkstätte Eggerding zahlreiche prominente Gäste begrüßen. Sebastian Kurz, Thomas Stelzer, Bezirksparteiobmann August Wöginger und ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmansdorfer sowie Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Johann Hingsamer wurden von Walter Kinzlbauer, einem Klienten der Lebenshilfe, durch das Gebäude geführt und mit Informationen über die einzelnen Gruppen sowie mit Einblicken in seinen Arbeitsalltag in der Lebenshilfe-Werkstätte versorgt. „Die Werkstätte Eggerding ist der Arbeitsplatz von 25 Menschen mit Beeinträchtigung. Samstags haben wir normalerweise nicht geöffnet, anlässlich des Besuchs waren zehn Klienten anwesend. Hier gilt der Dank auch den Angehörigen, welche die Fahrten in die Werkstätte ermöglicht haben“, so Michael Fuchs, Leiter der Lebenshilfe-Werkstätte.

Wohnplätzen und „Gehalt statt Taschengeld“ sind die dringendsten Anliegen

Die Lebenshilfe Oberösterreich unterstützt die Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung. Daher wurden die dringendste Anliegen an die Politik von den Klienten selbst erarbeitet und vorgetragen. Christine Hötzeneder richtete den Wunsch nach einem Wohnhaus an die politischen Gäste. Die 58-jährige lebt noch bei ihrem Vater, ihre Mutter ist vor zwei Jahren verstorben. „Wir brauchen und wollen ein Wohnhaus in Eggerding. Mein Papa ist schon alt und kann nicht mehr. Was passiert dann mit mir?“, fragt sich Christine Hötzeneder.

Manfred Schneebauer ist es wichtig, für seine Arbeit in der Lebenshilfe-Werkstätte ein Gehalt statt ein Taschengeld zu erhalten. Durch ein „Taschengeld“ fühlen sich Menschen mit Beeinträchtigung nicht nur wie Kinder behandelt, sondern erfahren auch keine Anerkennung für ihre Arbeit. Menschen mit Beeinträchtigung haben das Recht, sich ihr Leben zu finanzieren und etwas für die Gesellschaft zu leisten. „Wir wollen Gehalt statt Taschengeld.  Wir sind fleißig und machen viele Arbeiten für Firmen“, so Manfred Schneebauer.

 

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