Das Hobby zum Beruf gemacht

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Günther Kroiß arbeitet seit März 2015 im Autohaus Erwin Kreil. Für den fahrzeugbegeisterten Klienten der Lebenshilfe hat sich ein Traum erfüllt und auch Erwin Kreil profitiert von tatkräftiger Unterstützung.

Morgens wartet Günther Kroiß schon als erster darauf, dass Inhaber Erwin Kreil die Werkstätte aufsperrt. Danach macht er sich sofort motiviert an die Arbeit. Das Waschen von Reifen und Autos zählt zu seinen Aufgaben und er ist für Sauberkeit und Ordnung in der Werkstätte zuständig. „Unsere Lehrlinge können in puncto Ordnung viel von Günther lernen“, berichtet Erwin Kreil über seine Erfahrung mit der sogenannten „Integrativen Beschäftigung“.

Ihm war es ein Anliegen, einen Menschen mit Beeinträchtigung zu beschäftigen. Heute ist Günther Kroiß nicht mehr aus dem Team wegzudenken: „Günther passt super zu uns. Ich bin aber auch überzeugt davon, dass die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung für viele Unternehmen eine Bereicherung wäre und kann das nur weiterempfehlen“, so Kreil.

Eine Bereicherung für das Betriebsklima

Ob bei einer Grillfeier, beim Betriebsausflug oder wenn es am Donnerstag traditionell zum gemeinsamen Mittagessen geht: Günther Kroiß ist überall mit dabei. „Jeder mag ihn. Er ist ehrlich und immer gut gelaunt. Günther ist eine echte Bereicherung für das Betriebsklima“, berichtet Kreil. „Ich hatte mir die Integrative Beschäftigung nicht so einfach vorgestellt. Es ist aber völlig unkompliziert in der Abwicklung und auch von den Kollegen wurde Günther gleich gut aufgenommen“, berichtet Erwin Kreil.

Begeisterung auf beiden Seiten

Günther Kroiß ist ebenso begeistert von seinem Beschäftigungsplatz: „Do gfoits ma, do bleib i“, erklärt er. Da er sich für alles interessiert, was mit Fahrzeugen zu tun hat, war es sein ausdrücklicher Wunsch in einer Autowerkstätte zu arbeiten. In seinem Zimmer reihen sich Modellautos, er fährt mit dem Moped zum Arbeitsplatz und ist bei jedem Stockcarrennen in der Region dabei.

„Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung haben Hobbies und Berufswünsche wie jeder andere auch. In den Werkstätten können wir aber nicht die Vielfalt bieten, die es in der Wirtschaft gibt. Deshalb gibt es die Integrative Beschäftigung“, erklärt Dipl. Päd. Nicole Jahn, BA, Breichsleiterin der Integrativen Beschäftigung in der Lebenshilfe OÖ und ergänzt: „Für mich ist es immer schön zu beobachten, wenn sich ein Klient und ein Unternehmen gefunden haben, wie es bei Günther Kroiß und dem Autohaus Erwin Kreil der Fall ist“.

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