"Das sollten mehr Unternehmen machen"

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Seit gut einem Jahr arbeitet Bruno Klingseisen im SPAR-Markt Bruckbauer. Für Gerhard Bruckbauer ist der Klient der Lebenshilfe-Werkstätte Braunau ein wichtiges Teammitglied geworden. Er empfiehlt Unternehmern, Menschen mit Beeinträchtigung ebenso eine Chance zu geben.

„Ich habe mir nicht gedacht, dass die Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung so unkompliziert und unbürokratisch ist“, so Gerhard Bruckbauer, Geschäftsführer des SPAR-Marktes Bruckbauer in Braunau. Er hat den Schritt in die sogenannte „Integrative Beschäftigung“ damals durch den Tipp des Unternehmerkollegen Erwin Kreil gewagt und es nie bereut. „Anfangs bedarf es etwas Geduld und Gelassenheit, mittlerweile ist Bruno eine große Hilfe für das gesamte Team und auch von den Kunden erhalte ich positive Rückmeldungen“, erklärt Bruckbauer.

Große Hilfe mit großer Motivation

Zu Bruno’s Tätigkeit im SPAR-Markt zählen etwa die Übernahme von Warenlieferung, das Bestücken von Regalen, die Kontrolle des Ablaufdatums oder das Entsorgen von Verpackungen. „Bruno ist sehr selbständig und aufmerksam. Er achtet beispielsweise auch immer darauf, dass bei den sommerlichen Temperaturen der Getränkekühlschrank voll ist“, beschreibt Bruckbauer.

Gestartet hat Bruno mit sechs Stunden pro Woche, mittlerweile hat er seine Stunden verdoppelt. „Ich wollte das so, weil’s ma daugt“, erklärt Bruno, der für den Beruf lebt. Der Special Olympics Sportler trainiert auch für die Nationalen Special Olympics Sommerspiele und ist darauf bedacht, die dafür benötigte Zeit im Vorfeld hereinzuarbeiten.

Persönliche Bereicherung

Für Bruno Klingseisen hat die Arbeit bei SPAR Bruckbauer auch zu mehr Selbstbewusstsein beigetragen: „Durch seine Arbeit bei SPAR ist er selbständiger geworden und übernimmt auch in der Werkstätte mehr Verantwortung“, weiß Betreuerin Zdenka Pavic.

„Bruno ist grundehrlich und hilfsbereit. Das schätze nicht nur ich, sondern auch unsere Kunden. Wir haben wirklich Glück, jemanden wie ihn gefunden zu haben“, weiß Bruckbauer zu berichten. Nicht zuletzt deshalb rät er: „Auch andere Unternehmen sollen es einfach versuchen. Wenn es nicht funktioniert, kann die Zusammenarbeit jederzeit gestoppt werden. Es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen“. Er und Bruno sind übrigens am gleichen Tag, im gleichen Jahr und im selben Krankenhaus geboren. Ein interessanter Zufall, der die beiden zusätzlich verbindet.

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