Die Lebenshilfe OÖ nimmt Abschied von Johann Hinterecker, einem ihrer Gründungsväter

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Konsulent-Regierungsrat Johann Hinterecker war einer der Mitbegründer der Lebenshilfe Oberösterreich und blieb bis heute eng mit der Lebenshilfe verbunden. Am 8. August 2016 ist das „Urgestein“ der Lebenshilfe im 96. Lebensjahr verstorben.

Regierungsrat Johann Hinterecker leistete großen Einsatz beim Aufbau der Lebenshilfe Oberösterreich in einer Zeit, als es noch keine qualitative Betreuungslandschaft für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung gab und Eltern zur Selbsthilfe griffen.

Durch sein Mitwirken wurde das historische Stiftsspital des Stifts St. Florian der Lebenshilfe zur Verfügung gestellt, das die Grundlage für die erste Wohneinrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung sowie die erste Werkstätte in St. Florian legte. Seit damals ist die Lebenshilfe AG St.Florian mit heute 6 Einrichtungen im Bezirk Linz/Land etabliert.

Alle, die Johann Hinterecker persönlich kennen, wissen um den Nachdruck, mit dem „unser Regierungsrat“ seine Ideen verfolgte. War er von etwas überzeugt, so war er nicht mehr zu bremsen. Seine ausgezeichneten Kontakte zur Politik wusste der Netzwerker stets zielführend für die Anliegen der Lebenshilfe einzusetzen.

Johann Hinterecker war über Jahrzehnte hinweg ein aktives Vereinsmitglied der Lebenshilfe Oberösterreich: von 1974-1990 war er als Obmann-Stellvertreter der Arbeitsgruppe Linz tätig, bevor er 1988 zum Obmann der Arbeitsgruppe St. Florian ernannt wurde, ein Amt das er bis 2011 inne hatte. Parallel dazu wirkte er von 1986-1999 als stellvertretender Landesfinanzreferent und von 1999 bis 2002 als Landesfinanzreferent in der Lebenshilfe mit.

Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für das besondere Engagement im Interesse von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung wurde Herrn Regierungsrat Hinterecker im Jahr 2012 die Ehrenmitgliedschaft des Vereins Lebenshilfe Oberösterreich verliehen. Für sein vielfältiges soziales und gesellschaftliches Engagement wurde er zudem von der oberösterreichischen Landesregierung zum Konsulenten ernannt.

Das Wirken von Johann Hinterecker in der Lebenshilfe bleibt unter anderem durch die von ihm initiierten Einrichtungen über seinen Tod hinaus ein dauerhaft sichtbares Lebenswerk.

 

 

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