Ehrenmitgliedschaft für Dir. Peter Wacha und Ing. Franz Weiß

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Im Rahmen einer Vorstandssitzung wurden Kons. Dir. Peter Wacha und Ing. Franz Weiß, zwei Personen die die Lebenshilfe Oberösterreich maßgeblich geprägt haben, die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Vierzig Jahre in der ersten Reihe für Menschen mit Beeinträchtigung im Einsatz

Im Jahr 1973, vier Jahre nach der Gründung der Lebenshilfe Oberösterreich, wurde in Vöcklabruck eine Landesgeschäftsstelle (später: Landesleitung) eingerichtet. Peter Wacha wurde als Landessekretär angestellt, in der Folge wurde seine Position als Geschäftsführer bezeichnet. Vierzig Jahre lang war er in dieser Positoin mit viel Herzblut für Menschen mit Beeinträchtigung aktiv und konnte viel erreichen und bewegen. In seiner Amtszeit wurden nicht nur viele Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung in ganz Oberösterreich eröffnet, sondern auch die Haltung gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung in der Gesellschaft durchlief einen kontinuierlichen, positiven Wandel. Er gilt als Pionier der ersten Stunde, führte eine Elterninitiative in Zusammenarbeit mit Sonderschulpädagogen, die mit einer Einrichtung startete, zu einem Unternehmen mit knapp 100 Einrichtungen.

1990 übernahm er zusätzlich die Funktion des Landesobmanns der Lebenshilfe an, nachdem Ing. Ing. Walter Lukesch diese Funktion zurücklegte. Peter Wacha beendete seine Doppelfunktion im Jahr 1995 und übergab diese Funktion an Ing. Franz Weiß. 2013 trat Konsulent Peter Wacha den Ruhestand an und übergab das Amt an seinen Nachfolger, Mag. Gerhard Scheinast. Bei einer Abschiedsfeier im Kulturzentrum Lenzing wurde er mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Ackerl betonte dabei, dass sein Engagement weit über die beruflichen Verpflichtungen hinausging.

Dieser Aussage können seine Wegbegleiter nur beipflichten, die ihn als mutig und bestimmt erlebten, wenn es darum ging die Anliegen von Menschen mit Beeinträchtigung umzusetzen und eine hohe Lebensqualität für sie zu schaffen. Menschen mit Beeinträchtigung stellte er immer in den Vordergrund, während er das Rampenlicht mied und sich stets durch Bescheidenheit auszeichnete. Seine soziale Einstellung ging weit über sein Engagement für Menschen mit Beeinträchtigung hinaus und machte auch bei Mitarbeitern nicht halt – in Notsituationen war er immer helfend zur Stelle.

Ein Präsident, der viel bewirkte

Ing. Franz Weiß war seit 1981 als Funktionär im Verein Lebenshilfe Oberösterreich aktiv, 1985 wurde er zum Obmann der Arbeitsgruppe Almtal gewählt. In diese Zeit fiel auch die Gründung des ersten Integrativen Kindergartens Österreichs und der Start des Frühförderangebots. 1986 trat er als Landesobmann-Stellvertreter in den Landesvorstand ein und weitete sein gesellschaftspolitisches Wirken auf das gesamte Bundesland aus. Von 1989 bis 2015 prägte er die Agenden Lebenshilfe auf Bundesebene als Mitglied des Präsidiums bzw. als Vizepräsident der Lebenshilfe Österreich.

In Oberösterreich übernahm er 1995 das Amt des Landesobmanns, das später in die Funktion des Präsidenten umbenannt wurde. Als Präsident der Lebenshilfe verwendete er unzählige ehrenamtliche Stunden und kämpfte mit großen persönlichen Einsatz für die Interessen von Menschen mit Beeinträchtigung. Als betroffener Vater und Lehrer brachte er viel Erfahrung und wichtige Aspekte in diese Funktion ein. Eines seiner dringendsten Anliegen war die Förderung der Interessenvertreter auf Landes- und Bundesebene. Als Vizepräsident der Lebenshilfe Österreich folgte ihm mit Thomas Wagner ein Mensch mit Beeinträchtigung in dieser Funktion nach.

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