Geteilte Leidenschaft

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Ein Zufall hat Ulrike Weissengruber und Michaela und Norbert Rapata am Fußballplatz zusammengeführt. Seitdem begleitet das Ehepaar die Klientin der Lebenshilfe regelmäßig auf den Fußballplatz.

Lust auf Fußball? Sowohl Michaela und Norbert Rapata als auch Ulrike Weißengruber können diese Frage klar mit einem „Ja“ beantworten. Ein Zufall hat sie vor mehr als fünf Jahren am Fußballplatz zusammengeführt: Ulrike Weissengruber fieberte in der Begleitung eines Zivildieners bei einem Spiel des TSV St. Georgens mit, doch in der Halbzeit musste dieser zurück ins Wohnhaus St. Georgen und somit drohte auch für Ulrike Weissengruber der Fußballabend ein frühes Ende zu nehmen. Michaela Rapata verfolgte die Unterhaltung der beiden und bot spontan an, Ulrike nach Hause zu bringen. „Wir Nachbarn des Wohnhauses  kannten Ulrike schon länger. Dass uns die Leidenschaft zum TSV St. Georgen verbindet, wusste ich bis dahin allerdings nicht“, so Michaela Rapata.

Nachhaltiger als die Fußballmannschaft

Alle zwei Wochen wird Ulrike Weissengruber seitdem von Norbert und Michaela Rapata abgeholt, um bei den Heimspielen gemeinsam mitzufiebern. Norbert Rapata, der die Bambinis trainiert, ist auch bei jedem Auswärtsspiel dabei und schickt das Ergebnis an Michaela Rapata, die dieses sofort an Ulrike Weissengruber weiterleitet. Selbst bei Regen und Wind lassen sich die wahren Fans nicht vom Besuch eines Heimspiels abhalten. „Ich habe seit 40 Jahren jedes Heimspiel gesehen– da braucht es schon strömenden Regen, damit der Ausflug ins Wasser fällt“, so Michaela Rapata.

Eine Pause für das gemeinsame Hobby erzwang nur die Kampfmannschaft selbst, nämlich als diese sich auflöste und es somit keine Heimspiele mehr anzusehen gab. In dieser ca. einjährigen Pause teilten die Fußballbegeisterten ihre Leidenschaft beim Sammeln und Tauschen von Fußballpickerln.

Fußball verbindet

Seit Juni verfügt der TSV St. Georgen wieder über eine Kampfmannschaft und somit wurde auch der Besuch der Heimspiele wieder aufgenommen. „Die Mannschaft ist noch nicht eingespielt und ein paar Siege wären schön. Jedoch gab es auch schon drei Meistertitel zu feiern und es ist klar, dass wir auch in schlechten Zeiten zur Mannschaft stehen“, erklärt Michaela Rapata und Ulrike Weissengruber nickt bekräftigend.

Am Fußballplatz trifft man immer dieselben Leute und die gemeinsame Passion und das gemeinsame Erleben von Sieg und Niederlage schweißt zusammen. Zum Geburtstag überreichte der Fanclub Ulrike Weissengruber auch ein von allen Fußballspielern signiertes Foto sowie einen Schal als Geschenk. Ulrike Weißengruber und Michaela Rapata, die ihren Ehrentag nur mit einem Monat Unterschied fehen, begehen traditionell gemeinsam ein Geburtstagsfrühstück und als Ulrike bei den Special Olympics eine Medaille gewann, war Michaela eine der ersten, die gratulierten. „Es ist eine richtige Freundschaft entstanden“, resümiert Michaela Rapata.

 

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