Lebenshilfe Werkstätte braucht Zivildiener

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Klient Johannes Meisinger (links) mit Zivildiener Simon Würtinger (rechts)
Zivildiener Sebastian Schmidtmayr (links) mit Klient Günther Wickhoff (rechts)

Dreharbeiten des Privatsenders LT1OÖ in der Lebenshilfe Werkstätte Regau. Hauptdarsteller sind dieses Mal die beiden Zivildiener Simon Würtinger (Schalchham) und Sebastinan Schmidtmayr (Zell am Pettenfirst). Die beiden jungen Männer absolvieren ihren Zivildienst in der Lebenshilfe. Etwas, das immer weniger junge Menschen tun. Das wird zum Problem für die Werkstätte.

„Mir taugt einfach von Anfang an das Arbeiten mit den Menschen. Ich bereue es überhaupt nicht, mich für den Zivildienst entschieden zu haben“, so Sebastian Schmidtmayr, der schon aus dem Elternhaus einen Bezug zu Menschen mit besonderen Bedürfnissen mitbringt. Der Regauer Simon Würtinger kennt einen Klienten der Werkstätte Regau seit seiner Kindheit vom Tennisplatz -   Dominik Altmann, den Special Olympics Goldmedaillengewinner. Sonst hatte er eigentlich keinen Bezug zu Menschen mit Beeinträchtigung, sagt er. Er könne von Ihnen aber viel lernen, das habe er während seiner Zeit als Zivildiener erkannt. Die beiden jungen Männer wurden bei der Stellung als tauglich befunden, haben aber den Zivildienst gewählt. Das kommt immer seltener vor. 2014 waren es noch 46% aller Tauglichen, 2016 schon nur noch 14% und es werden immer weniger. Geburtenschwache Jahrgänge und dass wieder mehr Burschen zum Bundesheer gehen, stellen Einrichtungen wie die Lebenshilfe Werkstätte vor ein großes Problem. „Ich möchte gar nicht daran denken, was passiert, wenn das so weiter geht“, sagt Einrichtungsleiterin Margit Holzinger. „Ohne die Zivildiener können wir den Betrieb in dieser Form nicht aufrechterhalten und darunter würden vor allem unsere Klienten leiden“.  Zivildiener übernehmen in den Einrichtungen der Lebenshilfe wichtige Arbeiten. Sie unterstützen die Klienten und Mitarbeiter bei der Arbeit, sie machen Botendienste, übernehmen Transportfahrten und, wie im Fall von Sebastian und Simon, sorgen manchmal auch für Unterhaltung und gute Stimmung. Die beiden haben nämlich sichtlich Spaß an ihrer Arbeit und mit ihnen die Klienten. „Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung fürs Leben und ich würde es wieder tun, wenn ich mich wieder entscheiden müsste. Es ist einfach cool mit diesen Menschen zu arbeiten“, sagt Simon Würtinger ins LT1OÖ Mikrofon von Redakteurin Birgit Brunsteiner. Hinter der Kamera, der gebürtige Rutzenmooser Roland Hofer. „Ich hoffe, dass unser Beitrag ein paar junge Männer dazu bewegen kann, sich für den Zivildienst anstatt für das Bundesheer zu entscheiden, damit wichtige Einrichtungen wie die Lebenshilfe Werkstätte Regau auch in Zukunft die nötige Unterstützung bekommen“, so Brunsteiner, die Mitglied der Lebenshilfe Arbeitsgruppe Vöcklabruck ist.

Zu sehen ist der Beitrag in der LT1OÖ Mediathek auf www.lt1.at unter „Uns gehen die Zivis aus“.

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