Platz auf der Literaturpreis-Ehrenliste für Peter Gstöttmaier

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 1)

Bild: Stefan Teufelberger
Bild: Stefan Teufelberger

 

Peter Gstöttmaiers Gedicht über seinen Abschied aus der Außengruppe der Lebenshilfe-Werkstätte Grein bringt ihm beim Literaturpreis Ohrenschmaus einen Platz auf der Ehrenliste. Es ist seine achte Auszeichnung in Folge beim Literaturpreis für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.

„Jetzt is Zeit wos ondas moch. Geh freiwillig zruck eini in Korbflechterei. Dort hobi ongfongt. Is net so stork“, schreibt Peter Gstöttmaier in seinem prämierten Werk ‚Ih sog zum Abschied leise Servus!‘. Es erzählt von seiner Entscheidung, nach 25 Jahren in der Außengruppe der Werkstätte Grein zurück zu einem körperlich weniger anstrengenden Arbeitsplatz der Lebenshilfe-Werkstätte zu wechseln. Zusammen mit seiner Schwester, seiner Assistentin, Werkstättenleiter Walter Edtbauer und zwei Kollegen aus der Werkstätte reiste Peter Gstöttmaier zur Preisverleihung des Literaturpreis Ohrenschmaus nach Wien und genoss die gut besuchte, stimmungsvolle Veranstaltung.

Neues Schreibtalent in Grein

Die Freude über die wiederholte Auszeichnung teilen auch Peter Gstöttmaiers Kollegen aus der Lebenshilfe-Werkstätte, allen voran Pelin Ovat. Sie hat gemeinsam mit Peter Gstöttmaier mehrmals eine Textwerkstatt besucht und will im nächsten Jahr ebenfalls einen Text beim Literaturpreis Ohrenschmaus einreichen. Ihr Debüt als Autorin wird sie ihm Rahmen des Kulturfestivals sicht:wechsel feiern.

Ih sog zum Abschied leise Servus!

Jonny bringt mei persönliche Mappm in die TH und trinkt mit Riki und mir Kaffee. „Peter ih hol di um viertlübazwölfi ob, fohr ma in de Werkstott, moch ma nu a letzte Runde und a poor Fotos, mogst ?“

Hobi ois numol genau ongschaut, in mein Spind san nu Orbeitshandschuah a Heft und a Leiberl glegn, Herz hot weng zomzogn, des gsegn hob. Wor long in den Kostn drin. 25 Johr! Aus! Is vorbei !

„ Buama tats den Onhänger aussa und an Rosnmäha und du Peter schiabstn donn aufn Onhänga aufi, ih moch a poor Fotos“, sogt Jonny. Komisch Gfüh, des letzte Mol des gmocht hob.

25 Johr hobi fleißig gorbeit bei jeden Wetta, hob vü glernt, gsegn, plaudert, glocht und gstrittn a mit de Kollegen. Hobm vüll gschoffa miteinanda.

Greiner und Waldhauser san steh bliebm und hobm plaudert mit mir. Wor a schene Zeit, wor stolz des ois schoff und mi in meiner Wohnung söba durchibring. Dös is a Leistung!

Guat, dass ih Walter Edtbauer überredt hob, Aussengruppm mochan. Hot sicha auszoiht, für olli!

Jetzt is Zeit wos ondas moch. Geh freiwillig zruck eini in Korbflechterei. Dort hobi ongfongt. Is net so stork.

Bin net den gonzn Tog auf di Fiaß net so miad auf d Nocht. Bessa so, wor schon so grantig, nimma zfriedn . Fuaß hot so weh ton !

Heidi hot schon gsogt, „Peter muaßt bremsn, wird dir sunst z`vü“! Wohnung und draussn orbeitn wor wirkli stork. Hobi vü Wülln ghobt, des schoff hob nimma kinna.

Fuaßschmerzn hobm mi einbremst. Bin freiwillig zruck eini, wor mei Entscheidung. Wor sicha richtig.

Geht mir jetzt wieda guat. Bin froh! Is mir liaba nu long in meiner Wohnung lebm konn, söbsständi. Hobi mehr davon. SÖBSTSTÄNDI des wor imma mei Ziel ! Jetzt ist Lebm wieda schän, jetzt geht Lebm wieda leicht.

 

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Kommentar von Norbert Gstöttmaier |

Servas Peta

i glaub das des de richtige Entscheidung woar.
Deine texte san wida toll gschrübn.
Wir wünsche dir alles gute ,bleib wie du bist und los das guat gehn in der Lebenshilfe.

Des wünschen dir Norbert und Magdalena,Manuel.

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