Lockerungen beim „Social Distancing“ nun auch für Menschen mit Beeinträchtigung in Planung

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Ende letzter Woche gaben Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landesrätin Birgit Gerstorfer in einer Aussendung bekannt, dass nun auch in Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung eine Lockerung des Besuchsverbots unter Einhaltung einer klar geregelten Empfehlung und organisatorischen Vorkehrungen von den Betreibern der Einrichtungen umgesetzt werden kann.

Vorzugsweise soll die Kontaktaufnahme zwischen den Bewohnern in den Wohnhäusern der Lebenshilfe und ihren Angehörigen nach wie vor über Telefon und Videotelefonie erfolgen, in begründeten Einzelfällen wie etwa zum Wohle der Bewohner*in und sofern es deren Gesundheitszustand erlaubt kann die Leitung der Einrichtung nun vereinzelt Besuche zulassen. Dazu sind definierte Besuchsbereiche vorzusehen und um der Abstandsregelung von einem Meter nachzukommen Barrieren wie beispielsweise durch Tische zwischen den Besucher- und Bewohnerbereich aufzustellen, sodass kein direkter körperlicher Kontakt möglich ist. Vorrangig für engere Angehörige soll diese zeitlich befristete Form der Besuche ermöglicht werden. Die Lebenshilfe will diese Vorkehrungen nun soweit dies räumlich möglich ist in ihren Wohnhäusern umsetzen.

„Das Besuchsverbot und vor allem die Schließung der Werkstätten ausgenommen eines Notbetriebes stellte für viele unsere Bewohner und Angehörige eine enorme Belastung dar“, so Helga Scheidl, Präsidentin der Lebenshilfe Oberösterreich.

Betrieb in den Werkstätten soll sukzessive wieder aufgenommen werden

Bis zum 15. Mai bleiben die Werkstätten der Lebenshilfe Oberösterreich bis auf einen erweiterten Notbetrieb geschlossen, ab dem 18. Mai soll der Betrieb schrittweise ausgebaut werden. Zielgruppe sind jene Personen, die sich derzeit in häuslicher Pflege und Betreuung befinden und die den Unterweisungen betreffend Hygiene- und Schutzmaßnahmen Folge leisten können.

„Wir haben nach wie vor keine Bewohner, die an COVID-19 erkrankt sind, und das soll auch so bleiben. Deshalb wird der Ausbau des Betriebes mit höchster Sorgfalt geplant und abgewickelt. Bis die Werkstätten wieder in Normalbetrieb gehen, werden wohl noch einige Wochen vergehen. Es ist uns aber ein großes Anliegen, die Angehörigen, die in den letzten Wochen Großartiges geleistet haben, nun Schritt für Schritt wieder zu entlasten.“, so Mag. Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oberösterreich abschließend.

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