Roland Öhlinger gibt Einblicke in seine Arbeit bei Kellner & Kunz und seine Lebenseinstellung

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Roland Öhlinger arbeitet in der Kellner & Kunz AG

Am 13. September feierte die Kellner & Kunz AG „5 Jahre Integrative Beschäftigung“. Roland Öhlinger, Klient der Werkstätte Wels 2, arbeitet im Dienstleistungszentrum der Kellner & Kunz AG und erzählt uns in einem Interview, was er an der Arbeit dort mag und was er sonst am Leben schätzt.

Lebenshilfe OÖ: Herr Öhlinger, seit wann arbeiten Sie für Kellner & Kunz?

Roland Öhlinger: Seit Anfang des Jahres arbeite ich fix hier, also 5 Tage die Woche. Vorher war ich 5 Jahren lang in der Teilzeitgruppe. Ich war jahrelang Haussprecher, da waren fünf Tage nicht möglich.

Lebenshilfe OÖ: Wie sieht Ihre Arbeit bei Kellner & Kunz aus?

Roland Öhlinger: Wir machen zum Beispiel Schraubenpackerl und schrauben verschiedene Sachen zusammen.


Lebenshilfe OÖ:
Gefällt Ihnen die Arbeit bei Kellner & Kunz?

Roland Öhlinger: Bei Kellner & Kunz geht es mir wirklich gut. Ich mag, dass man mit Kollegen zusammenarbeiten kann, mit und ohne Behinderung. Die sind alle nett die Kollegen und die meisten sind ähnlich wie ich, daher verstehen wir uns gut. Kevin und Martin sitzen in meiner Nähe, von denen könnte man sich eine Scheibe abschneiden weil die so positiv eingestellt sind.

Lebenshilfe OÖ: Was gefällt Ihnen am besten an der Arbeit?

Roland Öhlinger: Die Aufgaben wechseln, aber ich mache eigentlich alles gleich gern. Es gehört sowieso alles gemacht. Besonders gern mag ich auch die Pausen. Da können wir Karten spielen. Blödeln gehört auch dazu, dann ist die Arbeit lustiger.

Lebenshilfe OÖ: Was sind Ihre Hobbies?

Roland Öhlinger: Karten spielen und Ausflüge machen. Heuer war ich auf einer Donauschifffahrt bis zum Schwarzen Meer. Ich bin mit meiner Begleiterin gefahren, weil bei manchen Dingen, zum Beispiel beim Socken-Anziehen, brauche ich Hilfe. Am Schönsten waren die Fahrt am Donaudelta und Budapest. So eine Reise leistet man sich eh nur einmal im Leben. In Salzburg und in Wien war ich zum Beispiel auch schon. Ich will schließlich das Leben genießen und nicht nur zu Hause sitzen!

Lebenshilfe OÖ: Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Roland Öhlinger: Mit 6 Jahren hatte ich einen Unfall, ich wurde von einem Motorrad überfahren. Von da an habe ich das alles, dass ich langsamer bin und so weiter. Ich bin trotzdem immer positiv eingestellt und schaue, dass ich auch andere damit anstecke. Es gibt Leute, die jammern ihr Leben lang. Aber da kann man ja das Leben nicht genießen!

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Kommentar von Wilfried |

Sehr ergreifend und berührend deine Worte. Voll von Lebensmut und Optimismus! Ein Vorbild für alle, besonders aber für jene, die nach dem Sinn des Lebens suchen.
Es zeigt auch, dass die Lebenshilfe mit ihrer Arbeit auf dem richtigen Weg ist!

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