Soziales Engagement mit unternehmerischem Mehrwert

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Drei Klienten der Lebenshilfe arbeiten im Rahmen der Integrativen Beschäftigung in der Braucommune in Freistadt. Die Braucommune sieht in dieser Zusammenarbeit keine reine soziale Sache, sondern eine Unterstützung über die sie dankbar ist.

„Veränderungen der Konsumgewohnheiten hin zu kleineren Verpackungsgrößen haben dazu geführt, dass diese Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen und nun ausgebaut wurden“, erklärt Ewald Pöschko, MBA, Geschäftsführer der Braucommune in Freistadt. Schon seit längerer Zeit unterstützen Klienten der Lebenswelt Schenkenfelden die Braucommune einen Tag pro Woche beim Umpacken der 6er-Träger, seit Anfang des Jahres übernehmen drei Klienten der Lebenshilfe-Werkstätte Freistadt immer montags und dienstags diese Aufgabe. „Es ist schön, die Freude der Mitarbeiter bei der Arbeit zu sehen. Dabei ist die Zusammenarbeit keinesfalls eine reine soziale Sache, sondern eine echte Hilfe, über die wir dankbar sind“, so Pöschko über die langfristig angelegte Zusammenarbeit.

Von Anfang an mit Begeisterung dabei

„Es ist eine vielseitige Aufgabe. Wir falten die 6er-Träger zusammen, befüllen sie und schlichten sie in Aufsteller“, erklärt Paul Punkenhofer den Aufgabenbereich, der ihm und seinen Kollegen Johann Bachl und Jakob Kreindl übertragen wurde. Vom ersten Tag an führten sie diese Tätigkeiten mit großer Begeisterung aus. Johann Bachl ist dabei die treibende Kraft, die am liebsten jedes Mal einen neuen Rekord in der Anzahl der befüllten Aufsteller aufstellen möchte. „Ich bin 59 Jahre alt, aber an die Pension denk ich noch lange nicht, die Arbeit macht Spaß“, so Johann Bachl. Johannes Leitner, der Mitarbeiter der Braucommune, der das Projekt von Anfang an begleitet hat, lobt die Mitarbeiter aus der Lebenshilfe: „Wir sind stolz auf euch und eure Arbeit. Ihr bereichert durch eure sehr gut organisierte Arbeitsleitung und eure soziale Kompetenz auch unser Arbeitsleben“, so Leitner.

Tägliches Kartoffelschälen

Seit September des Vorjahres übernehmen Menschen, die in der Lebenshilfe-Werkstätte Freistadt begleitet werden, auch das Kartoffelschälen für den Braugasthof. Wöchentlich werden rund 200 kg Kartoffeln geschält. „Auch hier entsteht für beide Seiten eine sinnvolle Sache. Wir sind froh, die Lebenshilfe in Freistadt zu haben und glücklich über die Zusammenarbeit mit dieser sozialen Institution aus der Region“, erklärt Pöschko.

Neue Beschäftigungsstellen mit sozialem Mehrwert gesucht

Bis zur Schließung der Molkerei in Freistadt arbeiteten von Montag bis Freitag jeweils acht Klienten der Lebenshilfe dort. Das Fehlen der Jahrzentelangen Kooperation macht sich im Arbeitsalltag der Lebenshilfe bemerkbar. „Unsere drei Männer haben viel Freude an der Arbeit außerhalb der Lebenshilfe-Werkstätte und auch für viele weitere Menschen, die wir in der Lebenshilfe begleiten, wäre ein integrativer Beschäftigungsplatz etwas Positives und Bereicherndes. Neue Partner sind daher stets willkommen“, so Julia Mitterlehner, Leiterin der Werkstätte Freistadt.

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