Special Olympics-Athlet*innen der Lebenshilfe OÖ bereit für die Medaillenjagd im Burgenland

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Die MATP-Athlet*innen der Lebenshilfe-Werkstätte Ried im Innkreis freuen sich auf die Special Olympics Sommerspiele im Burgenland. (Foto: Lebenshilfe OÖ/riot photography).
Special Olympics-Bundesländerkoordinator Bernd Gröber (links) übergab den Athlet*innen der Werkstätte Vöcklamarkt selbstbedruckte T-Shirts.
Petra Hintinger ist eine von vier Radfahrer*innen aus dem Wohnhaus Weyer, die bei den Special Olympics Sommerspielen im Burgenland teilnimmt.

Bei den Special Olympics Sommerspielen im Burgenland, die vom 23.-28. Juni stattfinden, nehmen 382 Menschen mit Beeinträchtigung aus Oberösterreich teil, darunter knapp 120 Athlet*innen der Lebenshilfe Oberösterreich. Angetreten wird dabei in zehn der 19 angebotenen Sportarten. „Eine großartige Chance für Menschen mit Beeinträchtigung, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen“, freut sich Mag. Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe OÖ.

Die Sportler*innen der Lebenshilfe Oberösterreich gehen in den Sportarten Schwimmen, Leichtathletik, Boccia, Reiten, Fußball, Stocksport, Powerlifting (Gewichtheben), Radfahren, Tischtennis, Tanzen und MATP (eine Sportart für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, bei der zehn Stationen bewältigt werden müssen) an den Start. Die knapp 120 Athlet*innen der Lebenshilfe kommen aus Lebenshilfe-Einrichtungen in Grein (16 Teilnehmer*innen), Perg (6), Freistadt (4) Vöcklamarkt (16), St. Florian (12), Steyr (12), Braunau (16) und der größten Delegation der Lebenshilfe OÖ aus Ried im Innkreis mit 37 Teilnehmer*innen. Zusätzlich sind fünf Unified-Partner (Menschen ohne Beeinträchtigung, die in Teams mit Menschen mit Beeinträchtigung teilnehmen) dabei.

Einheitliches Shirt für alle Athlet*innen

Der Special Olympics-Bundesländerkoordinator von OÖ, Bernd Gröber, überreichte den Athlet*innen und Trainer*innen in Oberösterreich T-Shirts, die er in Handarbeit selbst bedruckt hat. Damit können alle 382 oberösterreichischen Sportler*innen inklusive den Athlet*innen Lebenshilfe OÖ einheitlich bei der Eröffnungsfeier der Special Olympics Sommerspiele am 24. Juni ins Stadion einmarschieren.

Regelmäßiges Training für viele Special Olympics Routiniers

„Wir hauen uns alle ordentlich rein“, sagt Mario Andessner, Special Olympics-Trainer in der Lebenshilfe-Werkstätte Ried. Er ist – wie viele Special Olympics-Trainer*innen – Mitarbeiter der Lebenshilfe OÖ und trainiert regelmäßig mit den Athlet*innen. Die Lebenshilfe-Werkstätte Ried konnte bei vergangenen Nationalen Special Olympics-Bewerben bereits zahlreiche Medaillen erkämpfen. Für das Wohnhaus Steyr sind es bereits die fünften nationalen Special Olympics-Bewerbe an denen sie teilnehmen, heuer mit vier Reitsportler*inne sowie acht Bocciaspieler*innen. Bei Zweiterem war man bei den vergangenen Turnieren sehr erfolgreich und rechnet sich daher gute Chancen auf Medaillen aus.

Die Motivation ist bei allen Teilnehmer*innen groß – darunter auch Victoria Weiß, eine erfahrene Special Olympics-Athletin aus Vöcklamarkt: „Ich wünsche mir, dass ich schnell schwimmen werde und vielleicht eine Medaille bekomme.“ Die Teilnehmer*innen sind sich alle einig: „Dabei sein ist alles – auch das Rahmenprogramm wird wieder ein tolles Erlebnis werden.“

Über die Special Olympics Sommerspiele 2022 im Burgenland

Special Olympics ist die weltweit größte Organisation für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und bietet 4,5 Millionen Athlet*innen in 175 Ländern sowohl Training als auch sportliche Wettkämpfe. Nationale Spiele werden immer abwechselnd im Zweijahres-Rhythmus ausgetragen (Winter/Sommer). Bei den Sommerspielen 2022 werden rund 1.800 Sportler*innen, 800 Volunteers und 600 Trainer*innen aus ganz Österreich erwartet, daran teilnehmen werden auch einige kleinere internationale Delegationen. An vier Bewerbstagen werden insgesamt 19 Sportarten zur Austragung kommen: Boccia, Bowling, Fußball, Golf, Judo, Leichtathletik, Powerlifting (Gewichtheben), Radsport, Reiten, Schwimmen, Segeln, Stocksport, Tanzsport, Tennis, Tischtennis, MATP (Motor Activity Training Program - Sportprogramm für Menschen mit hohem bzw. hohem Förderbedarf) sowie Basketball, Beachvolleyball und Handball.

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