Verlässliche, achtsame Beziehungen auf Augenhöhe

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Wegen dem Corona-Virus brauchen die Werkstätten und Wohn-Häuser ganz viel Schutz-Ausrüstung. Auch viele Schnell-Tests werden gebraucht. In der Werkstätte Regau gibt es ein großes Lager. Verschiedene Abteilungen müssen gut zusammen-rbeiten. Damit jede Einrichtung rechtzeitig die Schutz-Ausrüstung bekommt.

Alles begann mit einem Anruf, ob wir Platz für ein paar Schachteln zum Unterstellen hätten“, erinnert sich Ulrich Lohberger, Leiter der Werkstätte in Regau, an März des vergangenen Jahres 2020 zurück. Es war der Beginn der Corona-Krise und niemand hatte damals geahnt, welche Menge an Schutzkleidung und anderen Dingen zur Bewältigung der Pandemie noch notwendig sein würden. Denn bei ein paar Schachteln ist es nicht geblieben, wie ein Rundgang durch die Werkstätte Regau zeigt. Mittlerweile stehen für die Einrichtungen zum Bestellen zwölf verschiedene Artikel auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern bereit: FFP2-Masken, verschiedene Stoffmasken, Einmal-OP-Kittel, Kasacks, Wickelschürzen, Visiere, Schutzanzüge, Schuhüberzieher, Handschuhe in verschiedenen Größen sowie OP-Hauben. Die Werkstätte im Bezirk Vöcklabruck wurde zum Lager- und Umschlagplatz für Corona-Schutzkleidung sowie Ausrüstung für die gesamte Lebenshilfe Oberösterreich. In den ersten Monaten der Pandemie, in denen kaum Schutzausrüstung vorhanden war, mussten entsprechend schnell nach einer Lieferung Dinge für einzelne Einrichtungen aufgeteilt und fertig für den Transport gemacht werden. „In den ersten Monaten hatten wir kaum Material lagernd. Als sich dann aber ab Mai, Juni abgezeichnet hat, dass die Corona-Pandemie nicht so schnell beendet sein wird und Dinge auch verfügbar geworden sind, wurde auf Vorrat eingekauft und wir haben uns entsprechend organisiert“, erzählt Ulrich Lohberger von einem Learning-by-doing. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde dem Leiter einer großen Werkstätte mit 66 Beschäftigten ein großer, zusätzlicher Aufgabenbereich mit viel Verantwortung übertragen.

Eingespieltes Team

Der Werkstättenleiter arbeitete von Beginn an mit dem Facility Management in der Landesleitung zusammen, wenig später kam Lisa Schachinger als neuer Fachdienst Pflege dazu. Mittlerweile sind Ulrich Lohberger, Lisa Schachinger und Denise Cardia vom Facility Management ein eingespieltes Team, das sich auf die Frage, wie solch eine Zusammenarbeit funktioniert, gegenseitig Rosen streut und die Leistung bei den anderen sieht. Klar ist aber: Die Verteilung funktioniert nur deshalb so gut, weil alle drei hervorragende Arbeit leisten und verlässliche, achtsame Beziehungen auf Augenhöhe führen. Denn mittlerweile wird – in den Worten von Werkstättenleiter Ulrich Lohberger – „alles in rauen Mengen“ gebraucht. Wenn etwa eine Monatslieferung von knapp 50.000 Masken an alle Einrichtungen oder die Auslieferung von über 10.000 Corona-Schnelltests von der AGES organisiert werden müssen, braucht es ein eingespieltes Team.

Die Haustechniker - am Bild Hubert Moshammer - verteilen die Corona-Schutzausrüstung an die Einrichtungen.

Denise Cardia kümmert sich um das Bestellmanagement und erstellt die zu kommissionierende Liste für die Werkstätte sowie die Liefertouren der Haustechniker. Sie hat im September in der Landesleitung der Lebenshilfe Oberösterreich zu arbeiten begonnen und sich sehr schnell eingearbeitet: „Ich bin bei den Bestellungen die Verbindungsstelle zwischen Einrichtungen und Werkstätte Regau sowie bei der Auslieferung wiederum die Vermittlerin zwischen Werkstätte und unseren Haustechnikern.“ Von Lisa Schachinger gibt’s dazu die fachliche Expertise: „Ich berate die Einrichtungen, welche Dinge sie wann brauchen und wie diese richtig zu verwenden sind.“ Weiters ist Lisa Schachinger für die Abstimmung mit dem Land Oberösterreich zuständig, von dem die FFP2-Masken sowie Corona-Schnelltests kommen. In der Werkstätte packen meist zwei Mitarbeiter*innen und ein Zivildiener die Bestellungen zusammen. Dazu Ulrich Lohberger: „Wir arbeiten mit Wareneingang und -ausgang und haben so einen guten Überblick über unser Lager.“ Apropos Lager: Zum bereits angesprochenen Organisieren im Herbst in der Werkstätte gehörte auch eine große Entrümpelungsaktion. Die Haustechniker haben zwei Tage lang ordentlich ausgemistet und eine freie Fläche von rund 300 Quadratmetern geschaffen.

Flexibilität erforderlich

Grundsätzlich haben die Einrichtungen monatlich die Möglichkeit zu bestellen und die Haustechniker fahren dann jeweils eine große Tour. Die bekannten Lebenshilfe-Caddys reichen dabei platzmässig nicht mehr aus und entsprechend wird dann an zwei Tagen oder mit größeren Bussen gefahren. Dazwischen holen sich Einrichtung dringend benötigte Sachen selbst in der Werkstätte oder es müssen spezielle Sachen, wie etwa der Grippeimpfstoff oder die Corona-Schnelltests, schnell einmal dazwischen ausgeliefert werden. Die größte je erhaltene Lieferung in der Werkstätte Regau waren knapp 130.000 FFP2-Masken vom Land Oberösterreich. „Das waren zehn Paletten“, erzählt Lohberger über die Entwicklung von ein paar Schachteln auf mehrere Paletten.

 

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