Ernst Meissner – seit 45 Jahren in der Lebenshilfe OÖ

Bereits im Alter von 16 Jahren begann Ernst Meissner in einer Werkstätte der Lebenshilfe OÖ zu arbeiten. Mit seinen 45 Arbeitsjahren ist er einer der dienstältesten Klienten der Lebenshilfe OÖ.

Gleich nach dem Besuch der Sonderschule nahm Ernst Meissner die Arbeit in der im Jahr 1971 eröffneten ersten Werkstätte der Lebenshilfe OÖ in Vöcklabruck auf. Dort lernte er verschiedene Arbeiten kennen: vom Körbeflechten über Industriearbeiten und der Möbelherstellung bis hin zum Teppichweben.

Später wechselte er in die Werkstätte Regau, wo er in der Weberei seine fixe Beschäftigung fand. „In der Weberei arbeite ich sehr gerne, und das schon ungefähr dreißig Jahre lang. Das hat mir immer großen Spaß gemacht“, berichtet Ernst Meissner. Heute steht er selbst nicht mehr am Webstuhl, sondern bearbeitet die Teppiche vorwiegend nach. Er zupft zum Beispiel Fäden ab, bevor die Teppiche an den Kunden gehen. „Jetzt wird die Arbeit am Webstuhl schon zu stark für mich“, berichtet der 61jährige. Er plant, in zwei Jahren, in Pension zu gehen und in die Seniorengruppe zu wechseln. Dort hat er dann mehr Zeit, um sich seinen Hobbies zu widmen. Fernsehen, Operetten hören und im Sommer Wandern mit seinem Onkel sind Tätigkeiten, die ihm besonders viel Freude bereiten. Außerdem setzt er sich intensiv mit der Ahnenforschung auseinander – bis ins 16. Jahrhundert ist er dabei schon vorgedrungen „Des daugt ma, da kann rundherum sein was will, da hör und sich ich nichts anderes“, erzählt Ernst Meissner begeistert.

Ganz trennen wird er sich aber von seinen Kollegen aus der Werkstätte Regau nicht: „Ich verstehe mich so gut mit allen Kollegen, da will ich unbedingt in Kontakt bleiben“, meint er und denkt darüber nach, die Kollegen einmal in seine Lebenshilfe-Wohngruppe in der Dürnauerstraße einzuladen. Dort will er ihnen auch sein Aquarium zeigen, auf das er sehr stolz ist.