Sicher im Straßenverkehr

Angela Hager hat sich gewünscht, alleine ins Kaffeehaus zu gehen. Da sie im Straßenverkehr nicht sicher war, haben ihre Betreuer 8 Monate lang täglich mit ihr geübt. Jetzt kann sie sogar alleine einkaufen gehen und ist sehr glücklich darüber.

Gemeinsam auf dem Weg

Acht Monate lang machte sich Angela Hager täglich gemeinsam mit einem Mitarbeiter aus dem Wohnhaus auf den Weg in die Werkstätte. Ihr wurde der Weg ausführlich erklärten, Schlüsselstellen wurden gekennzeichnet, der Kontakt zu Anrainern hergestellt und für den Winter wurden Reflektorbänder gekauft. Später ging Andrea vor und zuletzt galt es nur mehr drei Monate lang, sie aus der Ferne bei ihrem Weg zu beobachtet und alles dokumentiert. Mittlerweile ist nur mehr alle paar Monate ein Beobachter auf seinem Posten um sicherzustellen, dass sich an Angela’s korrektem Verhalten im Straßenverkehr nichts ändert.

Einkaufen als nächster Schritt

Im Juni 2016 äußerte Angela einen weiteren Wunsch: Sie wollte selbst einkaufen gehen. So wurde auch der Weg zum nahegelegenen SPAR-Markt einstudiert. Diesen Weg legt Angela den Weg heute ebenso selbständig zurück und kauft die Dinge, die sie möchte. Auch für das Wohnhaus geht Angela einkaufen. Ihre Einkaufsliste besteht aus selbst fotografierten Lebensmittelkarten, die ausgedruckt und laminiert sind. Werden beispielsweise zwei Kilo Kartoffeln benötigt, hat Angela zwei Kartoffelkarten mit dabei. Die freundlichen Mitarbeiter im SPAR-Markt helfen bei Bedarf und am Ende ihres Einkaufs setzt Angela ein „A“ als Unterschrift auf den Lieferschein.

Ein Plus an Lebensqualität

„I einkaufen“, erzählt Angela Hager stolz. Für sie ist ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen, der ihr zudem viel persönlichen Freiraum und ein Mehr an Selbstbestimmung bietet. „Alleine“, strahlt sie. Auch ihre Mutter Maria Hager ist begeistert: „Ich war zu Tränen gerührt, als ich Angela das erste Mal auf ihrem selbständigen Weg in die Werkstätte beobachtete“, erzählt sie freudenstrahlend und fügt hinzu „ich hätte mir nie gedacht, dass das möglich ist“. Angela Hager ist froh, dass sich Angela im Wohnhaus Mondsee wohlfühlt und Neues lernt. „Ich weiß, dass Angela hier gut aufgehoben ist und sie ist immer fröhlich, wenn ich sie sehe. Sie hat im Wohnhaus ein neues Zuhause gefunden und die Abnabelung ist erfolgreich vollzogen. Jetzt ist der Blick in die Zukunft auch für mich leichter“, erklärt sie.