Eröffnung Werkstätte Mattighofen

Rund 2500 Menschen mit Beeinträchtigungen warten in Oberösterreich auf einen Arbeitsplatz. Barrierefreiheit und Unterstützung sind für sie wichtige Kriterien. Mit der neuen Lebenshilfe Werkstätte Mattighofen wurde für 59 Menschen eine solche Arbeitsumgebung geschaffen.
 
„Wenn Menschen selbstbestimmt leben wollen, braucht es einen Arbeitsplatz. Arbeit gibt Würde und ist ein ganz zentraler Wert.“, sagte Soziallandesrätin Gertraud Jahn (SP) bei der Eröffnungsfeier am 25. März. Schon seit 1986 gab es in der Bahnhofstraße in Mattighofen eine Werkstätte der Lebenshilfe. Das Gebäude in der Bahnhofstraße war jedoch nicht barrierefrei, und auch das Raumangebot wir nicht passend. Nach ersten Gesprächen über eine Qualitätsverbesserung im Jahr 1996 und einem langen Planungsprozess erfolgte im Frühsommer 2013 der lang ersehnte Spatenstich, und im August 2013 wurde mit dem Bau begonnen. Dank der Architekten Werner und Felix Silbermayr aus Wien, zwei ehemaligen Mattighofenern, entstand im Kapellenweg 7 ein zweckmäßiger, heller und vor allem barrierefreier Bau, der im September 2014 bezogen wurde. 

Derzeit sind 59 Menschen mit Beeinträchtigungen hier beschäftigt. In neun Gruppen werden folgende Arbeitsschwerpunkte mit Unterstützung angeboten:

In der Werkstätte sind eine Töpferwerkstatt, eine Weberei, eine Servicegruppe für Küche und Haushalt, eine Kreativgruppe und eine Fördergruppe untergebracht. Landeshauptmann Josef Pühringer: „Arbeit zu haben, bedeutet Lebenssinn und eine Perspektive zu haben. Für Menschen mit Beeinträchtigungen hat der Arbeitsplatz eine besonders große Bedeutung. Nicht gebraucht zu werden, ist ein fürchterliches Urteil.“ Pühringer hofft, dass viele Menschen hier diese Erfüllung finden. 

Die wesentlichen Mittel für den Bau der neuen Werkstätte kamen vom Land Oberösterreich. Franz Weiß, Präsident der Lebenshilfe Oberösterreich, bedankte sich sehr herzlich bei den politischen Verantwortungsträgern für die finanzielle Unterstützung. Die neue Werkstätte ist ein Zeichen der Solidarität unserer Gesellschaft.

 

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