Werkstätte Vöcklabruck Öttl-Straße

Seit Frühjahr 2022 werden in den ehemaligen Räumlichkeiten der GKK in Vöcklabruck bis zu 32 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung begleitet. Schwerpunkte der Arbeit sind ein Bügelservice sowie eine integrierte Jausenstation.

Die Lebenshilfe Oberösterreich hat drei Etagen auf einer Fläche von knapp 900 Quadratmetern in der ehemaligen GKK in der Ferdinand-Öttl-Straße in Vöcklabruck generalsaniert und dabei 32 Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigung geschaffen. Weitere zehn Personen sind im Rahmen der Integrativen Beschäftigung bei Unternehmen, Vereinen oder Privatpersonen tätig. Im Erdgeschoss wir neben der Jausenstation noch ein Bügelservice betrieben. In den beiden anderen Stockwerken erledigen Beschäftigte Auftragsarbeiten und stellen Kunsthandwerk her, das in der Jausenzeit erworben werden kann.

Wir rücken mit unserer neuen Werkstätte ins Zentrum von Vöcklabruck“, freut sich Geschäftsführer Mag. Gerhard Scheinast über den zentralen Standort der neuen Werkstätte. Man wollte als Träger der Behindertenarbeit, der in Vöcklabruck gegründet worden ist, und sehr viele Einrichtungen in der Region hat, immer möglichst nahe in das Zentrum. Mit der ehemaligen GKK habe man einen idealen Standort für die neue Werkstätte gefunden.

Öffnung für den Sozialraum

Denn während der Werkstättenbetrieb früher von der Außenwelt abgegrenzt war, wird seit einigen Jahren an der Öffnung der Werkstätten für den Sozialraum gearbeitet. In der Ferdinand-Öttl-Straße haben sich dafür durch die Lage mit vielen umliegenden Behörden, Firmen sowie dem nahe gelegenen Fahrgastzentrum eine Jausenstation und ein Bügelservice perfekt angeboten: „Am Vormittag beim schnellen Jausenholen fürs Büro oder am Nachmittag bei einem gemütlichen Kaffee nach der Arbeit kann auch gleich noch die Bügelwäsche bei uns abgegeben werden“, lädt Werkstättenleiterin Christine Haas besonders die Nachbarn, aber auch die gesamte Vöcklabrucker Bevölkerung dazu ein, das neue Angebot der Lebenshilfe Oberösterreich in Vöcklabruck zahlreich zu nutzen. Die Jausenzeit ist die erste Jausenstation der Lebenshilfe Oberösterreich.

Haas wünscht sich, das mit der Jausenstation und dem Bügelservice neue Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung geknüpft werden und es gelingt, noch mehr Platz für Menschen mit Beeinträchtigung in der Stadt Vöcklabruck zu erobern. Dazu Andreas Levaslot, Beschäftigter in der Jausenstation: „Ich freue mich bei der Arbeit besonders darauf, dass ich den Leuten damit zeigen kann, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung ganz viel können.“

Team von 21 Mitarbeiter*innen

Ein Team von 21 Mitarbeiter*innen begleitet die Menschen mit Beeinträchtigung bei ihrer Arbeit. Zivildiener und Praktikant*innen sind eine wichtige Unterstützung für die Mitarbeiter*innen. Das Investitionsvolumen für die Werkstätte in der Ferdinand-Öttl-Straße betrug rund 1,2 Millionen Euro und wurde vom Land und Europäischer Union (ELER) finanziert.

Die neue Werkstätte in der Ferdinand-Öttl-Straße ist eine Ausgliederung der Werkstätte in Vöcklabruck mit über 60 Beschäftigten im Stadtteil Dürnau. Das alte Gebäude in der E-Werk-Straße kann nicht mehr saniert werden, es ist ein kleinerer Neubau für rund 32 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung geplant.

 

Christine Haas
Kontaktdaten
Werkstätte Vöcklabruck 2
Ferdinand-Öttl-Straße 15
4840 Vöcklabruck
Tel.: 07672 90503
Leitung: Christine Haas