Werkstätte Vöcklabruck

Eckdaten:

Anzahl der KlientInnen: 62

Nutzfläche/Anzahl der Räume: EG: 526 m², OG: 349 m², UG: 557 m², Gesamt: 1.430 m²

Infos zum Gebäude und zur Lage: Unsere Werkstätte liegt im Stadtteil Dürnau, welche durch den Citybus (Niederflurbusse sind auch für RollstuhlfahrerInnen geeignet) gut erschlossen ist. Die Nähe zum Waldspielplatz und das verkehrsberuhigte Umfeld haben den Vorteil, dass sich weniger verkehrssichere Personen relativ frei bewegen können. 1969 wurde in Vöcklabruck die Lebenshilfe OÖ ins Leben gerufen. 1971 entstand die erste Werkstätte (früher Tagesheimstätte). Die Stadtgemeinde Vöcklabruck stellte dazu ein Gebäude zur Verfügung, das mit Subventionen des Landes OÖ und ehrenamtlicher Mitarbeit von Eltern adaptiert werden konnte. 1973 wurde es durch einen Brand komplett zerstört. Die alte Volksschule in Regau diente als Ausweichquartier, bis 1976 die neue Werkstätte Vöcklabruck in der E-Werk Straße eröffnet werden konnte.

Dienstleistungsangebot: Kuvertierungsarbeiten, Verpackungsarbeiten, Sortierarbeiten, Etikettierarbeiten

 

Über uns:

Derzeit werden 62 Menschen mit Beeinträchtigungen in unserer Werkstätte begleitet, wobei die Bedürfnisse und Fähigkeiten sehr individuell und unterschiedlich sind. Deshalb wird ein breites Spektrum von verschiedenen Begleitungsformen und Angeboten gesetzt (arbeitsorientierte Beschäftigung, Angebote für ältere, sowie für Personen mit hohem Unterstützungs- und Pflegebedarf).

Die Begleitung erfolgt von 32 dafür spezifisch ausgebildeten MitarbeiterInnen (davon 19 auf Teilzeitbasis) und drei Zivildienstleistenden in 3 Stockteams. Weiteres bieten wir auch PraktikantInnen und StiftungsmitarbeiterInnen die Möglichkeit, im Zuge ihrer Ausbildung Einblick und Erfahrung im praktisch-fachlichen Bereich zu sammeln.

„INKLUSION“ muss auch innerhalb der Werkstätte gelebt werden, d.h. dass uns eine möglichst natürliche Durchmischung wichtig ist. Wir orientieren uns dabei primär nicht an den Fähigkeiten, sondern an den Bedürfnissen und Interessen der zu begleitenden Personen.

Ein kollegialer Umgang, Kommunikation auf gleicher Augenhöhe und das Ernstnehmen von Wünschen der KlientInnen gilt als wichtige Prämisse. In den monatlichen Hausbesprechungen werden verschiedenste Anliegen eingebracht und miteinander besprochen, um sie dann möglichst in den täglichen Ablauf und das gesamte Planungskonzept einfließen zu lassen.

Nachdem die Begleitung werktags täglich von 08.00 – 16.00 passiert, legen wir auf eine sinnvolle Alltagstrukturierung besonderen Wert (Angebote in, aber auch außerhalb der Werkstätte).

 

Unsere handwerklichen Angebote und Arbeiten:

  • Holzwerkstätte (einfache Serienproduktionen für regionale Firmen, diverse Holzartikel)
  • Aufträge für Firmen (Sortier- und Verpackungsarbeiten, Kuvertierungen und Etikettierungen, etc.). Damit stehen wir heimischen Unternehmen als tatkräftiger Partner zur Verfügung.
  • Kreatives Handwerk (Billets, bemalte Polster und Taschen, Bilder, Töpferwaren, Filzen, kleine Geschenkkreationen)
  • Naturprodukte (Kräutersalz, Badekugeln, usw.)
  • Gartenpflege um´s Haus und Bewirtschaftung unseres Glashauses (für den Eigenbedarf)

Die Werkstätte ist nicht nur Arbeitsplatz. Zusätzlich können unsere KlientInnen aus verschiedenen Aktivitäten und Fortbildungsangeboten wählen:

  • Musik und Trommeln, Kooperation mit der Musikschule
  • Bewegungsangebote (Gymnastik- und Tanzkurse, Schwimmen, Kegeln, Fußball, Eislaufen, Nordic Walking, Outdooraktivitäten)
  • Kreative Angebote (Theater, Malen…)
  • Kurse und Workshops (Gedächtnistraining, PC-Kurse, Kochen,…)
  • Zusatzangebote durch externe Fachkräfte (heilpädagogisches Voltigieren, Motologie, Physiotherapie, Wohlfühlmassage, Fußpflege)
  • Glaubensgespräche und Besuche von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen   

Persönliche Beziehungen und soziale Kompetenzen stärken: Achtsamer und wertschätzender Umgang, Humor und die Auseinandersetzung mit neuen Herausforderungen sind förderliche Zutaten für ein gutes menschliches Miteinander. 

Auch Feiern, Gasthaus- und Café-Besuche sowie kleine Ausflüge und Exkursionen fördern diese Kompetenz und haben ebenfalls ihre Berechtigung in unserer Werkstätte!

 

Zukunftsperspektiven: Inzwischen ist unser Haus in die Jahre gekommen. Dies birgt auch die Chance, im Zuge anstehender Sanierungsmaßnahmen ein neues zukunftsweisendes Modell zu entwickeln. Künftig soll es auch integrative Beschäftigungsangebote für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf geben.

 

Eva Ritt
Lebenshilfe Oberösterreich
Werkstätte und Werkstättenleitung
E-Werk-Straße 74
4840 Vöcklabruck
Tel.: 07672 / 72 651
 
Leitung: Eva Ritt