Alles neu im Hort

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Der Lebenshilfe-Hort ist in den neuen Bildungscampus Vöcklabruck umgezogen. Zwölf Kinder und Jugendliche, die sich acht Plätze teilen, sowie das vierköpfige Team unter der Leitung von Gudrun Bernauer genießen die helleren und ruhigeren Räumlichkeiten und haben sich bereits gut eingelebt.

Kinder brauchen Raum zum Wohlfühlen und Entspannen. Sie brauchen Orte, an denen ihnen jemand zuhört, sie lernen können was Freundschaft bedeutet, sie Spaß haben und gefördert werden. All das versucht der heilpädagogische Hort der Lebenshilfe Oberösterreich den Kinder- und Jugendlichen im Alter von sieben bis 16 Jahren zu bieten. Seit Herbst 2021 im Bildungscampus Vöcklabruck.

„Wir holen die Kinder und Jugendlichen dort ab, wo sie sich gerade befinden“, erklärt Hortleiterin Gudrun Bernauer beim Rundgang durch den neuen, hellen rund 70 Quadratmeter großen Gruppenraum mit Küche, Kreativbereich mit Maleratelier, Musikbereich, Bohnenwanne für basale Stimulation, Raum zum Forschen und Experimentieren, Bereich mit didaktischen Spielen sowie Platz am Boden und einem Raumhaus zum Bücher anschauen und Ausruhen. Es gibt einen direkten Ausgang in den Garten mit Spielplatz und Gartenhütte. Die Sanitäranlagen, der Turnsaal, ein Snoezelen-Raum und Gruppenraum wird gemeinsam genutzt. „Wir fühlen uns hier sehr wohl und schon sehr heimelig, es ist hier bedeutend heller und ruhiger als zuvor in der Pestalozzischule“, freut sich Gudrun Bernauer über den Umzug.

Weniger ist mehr

Die Kisten sind mittlerweile alle ausgepackt, man hat sich gut eingelebt. Warum sind die Regale dann relativ leer, nur wenige Spiele und Materialien zu sehen? „Bei Spielsachen ist weniger mehr. Wenn zu viel heraußen ist, sind die Kinder schnell einmal überfordert - wir tauschen dafür die Sachen regelmäßig aus und die Kinder entscheiden selber, mit was sie gerade spielen möchten.“ So würden die Kinder auch selber kreativer werden und eigene Spielideen entwickeln. Apropos Entwickeln: Gudrun Bernauer legt einen großen Schwerpunkt auf Unterstützte Kommunikation, es wird im gesamten Hortbereich mit Metacom-Symbolen gearbeitet.

Ganz wichtig ist für Bernauer und ihr Team auch die Zusammenarbeit mit dem Gemeindehort, der sich im selben Gebäude befindet. Wenn die Corona-Pandemie dies wieder zulässt, werde man wieder regelmäßig gemeinsame Aktivitäten durchführen. Überhaupt sei das aufeinander zugehen und gegenseitig Rücksicht nehmen Werte, die in der Gesellschaft immer wichtiger werden und die man sich von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung – auch als Erwachsener – abschauen könne und solle. Die zwölf Kinder und Jugendlichen mit Beeinträchtigung in ganz unterschiedlichem Alter unterstützen sich gegenseitig und lernen sehr viel von- und miteinander.

Zitat

„Wir holen die Kinder und Jugendlichen dort ab, wo sie sich gerade befinden.“

Gudrun Bernauer, Leiterin des Lebenshilfe-Horts

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