Eine Zivildienststelle, die verändert

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Der Start in die Zivildienststelle im Lebenshilfe-Wohnhaus war für Daniel Grill eine große Herausforderung. Nach wenigen Wochen stellt sich die Situation jedoch ganz anders dar: er liebt die neu erlernten Aufgaben und überlegt sogar, die Ausbildung zum Behindertenbegleiter zu absolvieren.

Aller Anfang ist schwer – dieses Sprichwort wurde für Daniel Grill zur gelebten Realität. Kochen, Waschen, die Nähe im täglichen Umgang mit beeinträchtigten Menschen – all diese täglichen Aufgaben stellten Daniel Grill vor Aufgaben, in die er erst hineinwachsen musste. „Ich konnte mir anfangs nicht vorstellen zu Kochen oder Wäsche zu waschen. Jetzt koche ich richtig gerne und backe auch zu Hause gelegentlich einen Kuchen. Das habe ich alles hier gelernt“, blickt der Baumaschinentechniker zurück.

Tag für Tag lernte er die Bewohner besser kennen und neue Aufgaben dazu. Vor allem am Kontakt mit den Bewohnern fand Daniel Grill immer mehr Gefallen. „Menschen mit Beeinträchtigung erkennen viel früher als andere Menschen, wie das Tagesbefinden ist und reagieren darauf. Und neben den täglichen Aufgaben kommt die Gaudi nie zu kurz“, erklärt er begeistert.

Weiterempfehlungen sind die wichtigste Zivildienerquelle

Zu seiner Zivildienststelle im Wohnhaus Münzkirchen kam Daniel Grill durch eine Empfehlung. „Mein Nachbar und Freund war selbst Zivildiener bei der Lebenshilfe und meinte, ich solle mir das einmal ansehen. Er hatte Recht: Es ist eine Erfahrung wert“, so der 19-Jährige, der ernsthalft überlegt, die Ausbildung zum Behindertenbegleiter zu absolvieren und in der Sozialbranche dauerhaft Fuß zu fassen. „Die zum Teil negativen Vorurteile über den Zivildienst, die ich aus meinem Umfeld gehört habe, wurden überhaupt nicht bestätigt. Diese Erfahrung die man hier erlebt würde ich gleich wieder machen wollen“, betont der Zivildiener.

„Mundpropaganda ist sehr wichtig für uns, da viele Zivildiener zuvor noch keinen Bezug zu Menschen mit Beeinträchtigung und die damit verbundenen Aufgaben im Wohnhaus haben. Für den Turnus im Februar, Mai und November haben wir noch Plätze frei, die es dringend zu besetzen gilt“, so Markus Friedl, Leiter des Wohnhauses Münzkirchen. Er freut sich immer ganz besonders, wenn Zivildiener einen neuen Berufszweig kennenlernen, in dem sie auch langfristig arbeiten möchten. Interessierte können sich gerne bei Markus Friedl unter 07716 / 71 88 11 bzw. wo-muenzkirchen@ooe.lebenshilfe.org melden.

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