Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer zu Gast in der Lebenshilfe-Werkstätte Linz 2

von Lebenshilfe Oberösterreich (Kommentare: 0)

Birgit Gerstorfer, Werkstättenleiter Willi Weber und Sanela Stojanovic´
Kerstin Holy, Christoph Simlinger und Birgit Gerstorfer

Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer stattete am 27. Juli 2020 der Lebenshilfe-Werkstätte Linz 2 in der Salzburgerstraße einen spontanen Besuch ab. Die Klienten der Lebenshilfe nutzten die Gelegenheit, um ihre dringendsten Anliegen direkt an die Politik zu richten.

Die Lebenshilfe Oberösterreich unterstützt die Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigung. Daher befragten die Klienten Birgit Gerstorfer gleich selbst. Vanessa Geissler erzählte davon, wie sie die Zeit während des Corona-Lockdown erlebt hat. „Schwierig war das Daheimbleiben. Und besonders die Ungewissheit, wann und wie das Virus in den Griff zu bekommen ist, da meine Mutter auch zur Risikogruppe gehört“, sagt sie und richtet gleich zur Gegenfrage an die Landesrätin: „Was haben Sie in dieser Zeit gemacht?“ Gleich meldet sich Christoph Simlinger, er erzählt der Politikerin viel über seine integrative Beschäftigung bei der Linzer Firma Schachermayer: „Wir sind ein Team und gerne dort, mir hat es gar nicht gefallen nicht arbeiten zu können. Noch einmal eine Sperre wäre für mich unerträglich. Ich habe niemanden mehr. Mir ist es wichtig, dass ich hier sein und arbeiten gehen kann.“, schildert Christoph Simlinger die Zeit, als auch die Werkstätten geschlossen waren.

Es gelten immer noch strenge Vorsichtsmaßnahmen, gerade zu der Zeit, in der immer wieder von Corona-Clustern zu hören ist. Der Leiter der Werkstätte, Willi Weber, ermuntert seine Beschäftigten sich besonders auf die angenehmen Dinge wie verschiedenste Feiern, auf die Bauchtanz- und Yogastunden zu freuen und versichert, dass auch das von den Beschäftigten geliebte Mittwochscafé wieder stattfinden wird, sobald es die Situation zulässt. „Der Besuch von Birgit Gerstorfer hat uns alle sehr gefreut. Denn es war kurzweilig und angenehm und die Beschäftigten hatten viel Zeit, um ihre Fragen zu stellen.“, so der Leiter der Werkstätte Willi Weber.

Weiteren Lockdown um jeden Preis verhindern

Keinen Lockdown mehr – so lautet der allgemeine Tenor der Beschäftigten der Werkstätte in der Salzburgerstraße in Linz. Das tägliche Verrichten von Arbeit ermöglicht Menschen mit Beeinträchtigung selbstbestimmt zu sein und inkludiert sie in die Gesellschaft. Eine Schließung hat auf ihre Freizeitaktivitäten, auf berufliche Ambitionen und ihre Mobilität erheblichen Einfluss, da sie auf die Unterstützung anderer angewiesen sind. Sie würden sonst noch mehr in ein stark eingeschränktes soziales Umfeld gedrängt. Wie das verhindert werden könnte, war die bedeutendste Frage der meisten Beschäftigten an Birgit Gerstorfer: „Wir haben aus dem ersten Lockdown viel gelernt. Was die Schutzmaßnahmen betrifft, haben wir einen Mehrstufen-Plan erarbeitet. Wir können künftig viel schneller, regionaler und effizienter reagieren und so flächendeckende Schließungen verhindern. Ich bin froh, dass es bisher kaum Covid-19-Fälle in den Einrichtungen der Behindertenhilfe in Oberösterreich gegeben hat. Leider ist das Virus aber noch immer unter uns, daher müssen wir gewisse Vorsichtsmaßnahmen wohl noch länger beibehalten“, antwortete darauf die Sozial-Landesrätin.

Bild 1: Vanessa Geissler verabschiedet Birgit Gerstorfer „coronakonform“.

Bild 2: Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer und Werkstättenleiter Willi Weber mit Sanela Stojanovic´ im Gespräch mit den Beschäftigten der Werkstätte der Lebenshilfe Linz 2.

Bild 3: Kerstin Holy und Christoph Simlinger sind beide beim Familienunternehmen Schachermayer in Linz integrativ beschäftigt.

Bildhinweis: Land OÖ / Denise Stinglmayr

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